
Zwischen den Zeilen des Lebens das L(i)eben finden.
Seit ich denken kann, war ich schon immer eine Reisende. Ich habe es geliebt, unterwegs zu sein. Am liebsten mit meinem gesamten Zuhause im Schlepptau. Umso glücklicher war ich, dass wir als Familie immer mit dem Wohnwagen gereist sind. Mein mobiles Zuhause war also immer mit dabei. (Witzigerweise habe ich erst Jahre später verstanden, wie viel Sicherheit mir dieses "Ich-Reise-mit-meinem-Zuhause-Gefühl" gegeben hat, während ich die Welt entdecke. Vielleicht ist das der Grund, warum ich heute so entspannt bleibe, wenn es um mich herum wirbelt?!)
Ich bin eine Person mit einer unstillbaren Neugier im Herzen und, wenn ich ehrlich bin, schon immer auf der Suche nach meinem „Warum“. Egal wohin mich meine Wege bislang geführt haben, stelle ich jedes Mal fest, wie sehr ich mich am Meer zu Hause fühle (oder auch oben auf einem Berg, wenn der Blick in die Weite geht. Ihr merkt schon: Das Gefühl der Grenzenlosigkeit fasziniert mich).
Standest du schon mal am Ufer und hast zugesehen, wie dein Blick in der Unendlichkeit verschwindet? Alles um dich herum verstummt und du hörst nur noch das Rauschen des Meeres?
Oft kann ich das Leben mit all seinen Facetten gar nicht richtig greifen. Ich stelle mir Fragen wie: "Worin besteht das menschliche Dasein eigentlich?" "Was ist unsere wahre Aufgabe in diesem riesigen Ozean aus Möglichkeiten?" Und (eine meiner Lieblingsfrage an Tagen, an denen ich mal wieder im Strudel der Gedanken versunken bin) "Warum verbringen wir so viel Zeit damit, gegen den Strom zu schwimmen oder Dinge zu tun, die sich wie eine fremde Haut anfühlen, anstatt einfach dem Ruf zu folgen, der tief in uns schlummert?"
Hast du schon mal aufs Meer geblickt und die Wellen beobachtet? Ich meine so richtig wahrgenommen? (Ohne direkt das Handy zu zücken und versucht das Bild, das Rauschen und die Farben einzufangen).
Ist es nicht faszinierend, die Unterschiede zu erkennen? Unterschiede, die mich manchmal ins Stocken bringen, weil mir Fragen aufkommen wie: Warum finden die einen ihren Seelenpartner schon im Sandkasten, während andere erst in der späten Dämmerung ankommen, nach tausend Umwegen und salzigen Tränen? Gibt es wirklich nur diesen einen Menschen in unserem Leben? Oder sind wir Teil eines viel größeren Netzes aus Seelen, die sich immer wieder, in verschiedenen Leben oder in verschiedenen Farben, finden?
Warum rennen die einen so gehetzt durch ihre Zeit, als gäbe es einen Preis für das schnellste Ende, während die anderen jeden Atemzug wie ein kostbares Geschenk in Zeitlupe auskosten?
Ich denke, du hast so langsam ein Gespür dafür bekommen, wie tief meine Gedankenwelt geht. Und ich möchte sie mittlerweile für nichts mehr auf der Welt missen. Sie lässt mich jedes Mal bewusst spüren, wie kostbar das Leben ist. Dass nichts selbstverständlich ist und dass es einen unfassbar großen Ozean an Möglichkeiten gibt – für jeden von uns.

Warum ich nicht anders kann, als authentisch zu sein.
Manchmal müssen wir das Rauschen der Oberfläche hinter uns lassen, um zu spüren, wie tief das Wasser wirklich ist. In einer Welt, die oft nur das Laute und das Perfekte feiert, suche ich nach dem, was darunter liegt:
Die leise und gleichzeitig unaufhaltsame Kraft eurer Liebe.
Man muss wissen, wie man mit der Resonanz eines ganzen Lebens zuhört.
Als ich darüber nachdachte, was ich hier über mich schreiben möchte, habe ich das Wort „Resonanz“ gegoogelt (obwohl ich es fast tagtäglich benutze). Spannend, was man dabei entdeckt, denn es stammt vom lat. resonare ab, was so viel wie „widerhallen“ bedeutet. (Und obwohl ich Latein jahrelang in der Schule hatte, ist davon heute ehrlich gesagt nur noch wenig bis gar nichts hängengeblieben).
Übrigens bezeichnet die Resonanz das verstärkte Mitschwingen eines Systems, wenn es durch eine passende Frequenz angeregt wird. Als ich das las, kam mir sofort in den Sinn, warum mich manche Lieder mitten ins Herz treffen. Warum manche Stimmen so ergreifend sind, dass ich sie in Dauerschleife hören muss. Und warum ich Menschen treffe, mit denen ich sofort auf einer Wellenlänge schwinge (Meiner Meinung nach super wichtig für eine gemeinsame Zusammenarbeit).
Ich habe Jahre damit verbracht meine eigene Persönlichkeit unter den Schichten der Erwartungen freizulegen und zu finden (übrigens bin ich auch heute noch der Meinung, dass diese Reise wahrscheinlich nie aufhören wird, weil das Leben ein ständiges Ausprobieren und ein mutiges Werden ist).
Deshalb bin ich jahrelang meine eigene „Extra-Meile“ gegangen. Jahrelange Persönlichkeitsentwicklung war für mich eine Notwendigkeit, um nicht nur mich, sondern auch meine eigenen Päckchen zu tragen, sie auszupacken, zu verstehen und sie Stück für Stück zu integrieren. Ich würde behaupten, dass ich früher nur eine leise Vorahnung von dem hatte, was heute in mir fest verankert ist: Jeder Mensch ist ein absolut kostbares Unikat. Und genau deshalb ist Authentizität für mich mein einziger Weg. Ich bin hier, weil ich gar nicht anders kann.
Denn es gibt weder eine Blaupause für das Glück und erst recht nicht für die Liebe.
Wie ich vorhin schon erwähnt hatte, glaube ich fest daran, dass manche Verbindungen weit über das Hier und Jetzt hinausreichen. Es gibt Begegnungen, die sich anfühlen, als hätten sich zwei Puzzleteile gefunden, die schon vor Anbeginn der Zeit füreinander bestimmt waren. Fast so, als wäre ihre Zusammenkunft in den Sternen geschrieben, lange bevor sich die Augen das erste Mal trafen. Es ist diese unsichtbare Anziehung, eine karmische Resonanz, die zwei Seelen genau in dem Moment zusammenführt.
Warum erzähle ich euch das alles? Weil ich davon überzeugt bin, dass ich euch nur so weit führen kann, wie ich selbst bereit war (und bin) zu gehen. Ich kann eure Geschichte nur in der Tiefe erfassen, in der ich meine eigene begriffen habe.
Daher will ich auch das Zittern in eurer Stimme spüren, wenn die Worte zu klein werden für das, was ihr fühlt. Ich will das kribbeln spüren, das von euren Fingerspitzen bis tief in euer Herz wandert und ihr realisiert: Wir verbringen den Rest unseres Lebens zusammen.

Ich liebe das Leben in all seinen Farben zu sehen

Für mich ist das Leben ein bunter, manchmal chaotischer Farbkasten. Ich habe den festen Glauben, dass alles "aus einem bestimmten Grund passiert". Eine innere Überzeugung, die mir selbst eine unerschütterliche Sicherheit gibt. Selbst aus den Momenten, die sich erst einmal wie ein ordentlicher Regenschauer anfühlen, versuche ich die Erkenntnis (und vielleicht auch die Pfütze zum Reinhüpfen) zu finden.
Wenn ihr mich vor einigen Jahren gefragt hättet, ob ich heute hier stehen würde, hätte ich vermutlich nur ungläubig gelächelt. Traurednerin zu sein, stand weder auf meiner Bucket-List, noch lag es irgendwie in meinem Feld. Und doch hat mich jeder Schritt meiner persönlichen Reise, jede Extra-Meile und jede bewusste Auseinandersetzung mit mir selbst, genau hierher geführt (und mittlerweile kann ich es mir nicht mehr wegdenken).
Wenn ihr mich trefft, erlebt ihr mich oft als die Ruhe selbst (und immer mit einem Lächeln im Gesicht). Aber (to be honest), in meiner Innenwelt sieht es manchmal aus wie in einem Vulkan. Da brodelt die Leidenschaft, da sprudeln die Ideen und da brennt mein Herz für das, was ich tue. Damit dieser Vulkan nicht im falschen Moment ausbricht, brauche ich meine Ventile.
Eines dieser Ventile ist die Natur und (ganz wichtig) der Sport. Ich liebe es, mich auszupowern, die Energie fließen zu lassen und den Kopf beim Training so richtig freizubekommen. Zudem ist da noch meine Hündin Lessi. Sie ist meine persönliche Mentorin in Sachen Lebensfreude. Lessi erinnert mich jeden Tag daran, das Leben in vollen Zügen zu genießen.
Und falls ihr es noch nicht bemerkt habt: Spontanität ist mein zweiter Vorname. Pläne ändern sich? Absolut kein Problem für mich. Ich bin flexibel genug, um mit den Wellen zu surfen, anstatt gegen sie anzukämpfen. Und das Wichtigste: Ich nehme mich selbst nicht zu ernst. Ein herzhaftes Lachen über mich selbst ist für mich die beste Medizin gegen jede Art von Sorgen.
Es gibt für mich nichts, was sich so tief und stimmig anfühlt wie dieser Ort, an dem ich jetzt stehe. Hier kann ich all diese Facetten (den Vulkan, die Reisende, die Optimistin, die L(i)ebende) voll entfalten.
Ich bin bereit, meine Energie und meine Farben in eure Geschichte fließen zu lassen.
Und wenn ihr bis hierher gelesen habt, dann zum einen "Hut ab!". (Das zeigt mir, dass ihr genauso wenig Lust auf Oberflächlichkeiten habt wie ich). Und zum anderen "Herzlichen Glückwunsch!" Wir haben die erste Hürde der Resonanz bereits genommen, ohne uns überhaupt gesehen zu haben.
Wenn ihr jetzt dieses Kribbeln spürt und denkt: „Ja, genau diese Mischung aus Tiefgang, Vulkan-Herz und einer ordentlichen Portion Echtheit & Leichtigkeit suchen wir“, dann sollten wir keine Zeit verlieren.
Da ich jede Trauung mit dieser Intensität vorbereite, nehme ich nur eine handverlesene Anzahl an Paaren pro Jahr an, um sicherzustellen, dass mein Leuchten für euch am Ende auch wirklich hell genug brennt.
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